Home Access Center

Mittlerweile beherbergt man, nicht mal mehr nur in „nerdigen“ Behausungen, eine Vielzahl von Geräten, die am Netz hängen. Viele davon ebenfalls mit einer irgend gearteten Web-Oberfläche: NAS, Router, Fernseher, Notebook, Netzwerk-Player, Drucker, WLAN-Lampe, usw. – unter IT-Volk gerne auch Server bzw. VMs für Basteleien.

In den seltensten Fällen passt alles perfekt zusammen und eine zentrale Anlaufstelle, die einen flotten Überblick über die Netzwelt in den eigenen vier Wänden erlaubt, sucht man vergebens. Unter den Media Center Lösungen dieser Welt wird gerne versucht dies mit Hilfe von UPnP zusammenzutragen aber auch hier hört es oft dort auf, wo keine Multimedia-Daten mehr zum Abspielen gefunden werden…

Natürlich könnte man sich in einem Intranet mit wenigen Handgriffen eine solche „Zentrale“ zusammenklicken. Ein Intranet für zu Hause – egal ob als Entwicklungsumgebung oder tatsächlich um seine Daten zu organisieren keine außergewöhnliche Idee mehr. Aber nur dafür ein Intranet aufsetzen? Eigentlich Quatsch, wenn man nicht zufälligerweise bereits eins zur Hand hat.

Diese Gedanken und eine leere IIS-Willkommensseite, die mir omnipräsent auf all meinen VMs begegnete, trieben mich vor ein/zwei Jahren dazu, ein kleine, flexible und für sich allein stehende Seite zu basteln, die nichts weiter tut, als genau diesen Zweck zu erfüllen. Das „Home Access Center“ war geboren…

Home Access Control - Intern

Meine damals wichtigsten Anforderungen:

  • Klein/flexibel mit wenig Overhead (keine Datenbank, keine dickes Backend, so „plain“ wie möglich)
  • Konfigurierbar
  • Sowohl von extern als auch von intern (bei mir DMZ und LAN) zu erreichen
  • Anzeige von Menü-Einträgen in Abhängigkeit der Quelle des Zugriffs
  • Differenzierung der Ziel-Links von Menü-Einträgen in Abhängigkeit der Quelle des Zugriffs
  • Anzeige der Erreichbarkeit (Host up / Host down via Ping)
  • Einigermaßen ansprechend sowie sowohl für mobile und stationäre Endgeräte brauchbar

Wie schon oben angedeutet, ergab sich eine Frage zum Hosting der Seite nicht, da in meinem Fall 24/7 ein IIS läuft. Grundsätzlich wäre ein RasPi mit Mono ebenfalls ein geeigneter Host für die Seite. Es handelt sich insgesamt lediglich um eine aspx-Seite nebst Code-Behind, CSS-Dateien/Webfonts, ein paar Bilder für den Hintergrund sowie die XML-Konfiguration.

Die fast wichtigste Funktion ist die Unterscheidung zwischen den Zugriffszonen und die davon abhängig ausgegebenen Ziel-Links. So ist es relativ einfach, intern die Geräte direkt anzusprechen und für den externen Zugriff beispielsweise auf ein Port-Mapping zurückzugreifen.

Home Access Control - Zugriffsschema

Natürlich möchte man nicht auf einer externen Seite den Online-Status seiner sensibelsten Technik offenbaren, selbst wenn die Hyperlinks darauf nicht funktionieren würden, wenn dies nicht entsprechend konfiguriert ist. Mit Hilfe der Unterscheidung zwischen verschiedenen Ziel-Pfaden ist es ebenfalls möglich, ausgewählte Geräte nicht in allen Zugriffszonen zur Verfügung zu stehen, so dass sich externen Gäste oder Besuchern in der DMZ unter gleicher URL ein ähnliches aber doch anderes Bild bietet:

Home Access Control - Extern

Die Konfiguration erfolgt derzeit denkbar einfach über eine XML-Datei, in welcher die einzelnen Endgeräte mit Anzeigenamen bzw. Kürzel, Beschreibung, Host (für den Ping) und den Zugriffspfaden aufgelistet werden.

HAC_Config

Ich freue mich, falls ich hier oder dort jemanden auf eine Idee gebracht habe. Den Code dazu plane ich auf einer der gängigen Open Source Plattformen zu veröffentlichen; falls jemand unmittelbar damit starten möchte, sprecht mich bitte an.

Über Thomas Roschinsky
Software Engineer | .NET | SharePoint | Dynamics CRM | BI | C# | C/C++

3 Responses to Home Access Center

  1. Pingback: HomeMatic mal ausprobiert – ein Erfahrungsbericht | Thomas Roschinsky

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