SharePoint Server 2016 Preview(ed)

Und schon ist es wieder soweit! Es kommt mir vor, als wären lediglich wenige Monate ins Land gegangen, seit SharePoint 2013 vor der Tür stand und mit Apps, Office 2013 Flat-Style sowie spannenden Features um die Aufmerksamkeit seiner Anhänger als auch Kritiker warb. Kaum hat man also die Änderungen und Neuerungen des letzten Major-Release verdaut, bekommt man den nächsten Gang serviert – oder ist es nur ein Horsd’œuvre?

SP2016_splashErwartungshaltung

Was wird von Microsoft im Rahmen der Preview angekündigt? Ein Blick ins Datasheet zur Preview verrät das Folgende:

  • Infrastructure
    • Performance
    • Scale
    • Reliability
    • Hybrid Cloud
    • Operational Insights
  • Experiences
    • Modern collaboration
    • Social
    • Mobile
  • Compliance
    • Data protection

Ein paar Worte und Einblicke gibt es bereits im TechNet inklusive technischer Referenz, welche sich jedoch leider nur auf die PowerShell beschränkt.

Speziell für die On-Premise-Version interessiert mich der Umfang an Neuem sehr, sodass ich es mir nicht verkneifen konnte, einen Blick auf die öffentliche Preview zu werfen, die vor wenigen Tagen mit eher leisen Tönen in die weite Welt freigelassen wurde.

Prerequisites

…für eine Single-Server Farm zum Test der Preview:

  • Azure VM
    • Intel Xeon E5-2660 2,2GHz (x64) / Azure A3 – 4 Core
    • 7GB RAM
    • Windows Server 2012 R2 Datacenter
  • Microsoft SharePoint 2016 Preview
    http://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=48712
    NQTMW-K63MQ-39G6H-B2CH9-FRDWJ
  • Ausführen des Prerequisites Installer von SharePoint 2016 (anbei auf dem Datenträger)
  • Microsoft SQL Server 2014 Express
    https://www.microsoft.com/en-US/download/details.aspx?id=42299
  • Active Directory Domain Services  (Domäne macht Sinn – nicht zuletzt, da der Assistent für die Config-DB nimmt kein lokales Konto, auch wenn im Fehlerdialog dazu „should“ steht)
    • inklusive abhängiger Rollen/Features
    • dcpromo
    • ein Service-Account

Installation

Für die Vorbereitung mit allen erforderlichen Softwarepaketen gibt es ein Preparation Tool.

SP2016_prereq_3rdRun

Direkt nach dem Prep-Tool kann der Installer den Server mit den SharePoint-Binaries betanken…

SP2016_install1 SP2016_install2

…was die Voraussetzung für den Configuration Wizard ist, welcher die Config-Datenbank anlegt und den SharePoint bzw. die SharePoint-Zentraladministration zum Leben erweckt. Hier trifft man bereits auch etwas konkreter die Rollenzuteilung des zu installierenden Servers, die meiner Erinnerung nach bislang nicht so detailliert vorzugeben war.

SP2016_configWiz1 SP2016_configWiz2 SP2016_configWiz3 SP2016_configWiz4 SP2016_configWiz5 SP2016_configWiz6 SP2016_configWiz7 SP2016_configWiz8

Das war’s auch schon – Zeitaufwand von Prerequisites bis hierher ca. eine Stunde.

Die Konfiguration unserer neuen Single-Farm Instanz steht noch aus, was im nächsten Schritt über die Zentraladministration per Configuration Wizard folgt:

SP2016_ca1

SP2016_ca1-2

Service Applications
  • Access Services 2010
  • Access Services
  • App Management Service
  • Business Data Connectivity Service
  • Lotus Notes Connector
  • Machine Translation Service
  • Managed Metadata Service
  • PerformancePoint Service Application
  • PowerPoint Conversion Service Application
  • Project Server Service Application
  • Search Service Application
  • Secure Store Service
  • State Service
  • Usage and Health data Collection
  • User Profile Service Application
  • Visio Graphics Service
  • Word Automation Services
  • Work Management Service Application
  • Workflow Service Application
Services
  • Claims to Windows Token Service
  • Distributed Cache
  • Document Conversions Launcher Service
  • Document Conversions Load Balancer Service
  • Microsoft SharePoint Foundation Sandboxed Code Service
  • Microsoft SharePoint Foundation Subscription Settings Service
  • Microsoft SharePoint Foundation Workflow Timer Service
  • Microsoft SharePoint Insights
  • Request Management
  • SharePoint Server ASP.NET Session State Service

Ein paar Sachen haben nicht geklappt aber für den Anfang kommen wir damit hin.

SP2016_ca2

Auf den ersten Blick

Das Erste und fast auch das Einzige, was auf der Oberfläche tatsächlich als *Neu ins Auge springt, ist die Kopfzeile mit dem neuen Menü für Newsfeed, OneDrive und Sites.

SP2016_2_caConfigWizardDone2

SP2016_2_caConfigWizardDone SP2016_4_SubSiteProject_Oslo

Die OneDrive-Integration hat einen netten Configuration Splash Screen bekommen…

SP2016_3_OneDrive SP2016_3_OneDrive2

SP2016_3_OneDrive3

…und auf abonnierte Seiten kann man nun schneller mit Hilfe der Rubrik Sites zugreifen, was dem Anwender die Möglichkeit bringt, sich sein eigenes kleines Startmenü zusammenzustellen.

SP2016_2_caConfigWizardDone3

Ein wenig mehr hat sich beim mobilen Zugriff getan. Die UI-Gestaltung orientiert sich am Look & Feel von Windows Phone Apps und überzeugt per Touch nicht nur beim normalen, vertikalen Bildlauf sondern ebenfalls mit einer Art Pivot-Control.

SP2016_mobile-view_1 SP2016_mobile-view_2 SP2016_mobile-view_3 SP2016_mobile-view_4

Für Developer

Vorerst leider nicht viel Neues zu erkennen… zumindest nichts, ohne danach auf die Suche zu gehen. Die alten /_vti_bin/ ASP.NET Web Services sind offenbar noch mit dabei und ohne die DLLs im 16-Hive auseinanderzunehmen werden einem spannende, neue APIs und Features wohl aufgrund des bislang fehlenden SDKs verborgen bleiben.

SP2016_Dev1 SP2016_Dev2 SP2016_Dev3

Für Admins

Neben der bereits erwähnten strikteren Trennung der Serverrollen hier ein Vorgeschmack auf IIS, Datenbank und Umfang der PowerShell-Commandlets.

SP2016_Admin3_SQLDBafterInstall SP2016_Admin1

SP2016_Admin2

Sonstige Infos

Fazit

Mehr ein Horsd’œuvre als der Hauptgang. Tatsächlich wurde auch nicht viel mehr versprochen. Darf man offiziellen Quellen, wie dem Office-Blog und den großen IT-News-Seiten glauben, sei die strategische Ausrichtung des neuen Release der Feinschliff an Funktionen, die man als zukunftssicher identifiziert hat und die im Produkt verbleiben sollen. Man habe sich wohl bewusst gegen das Hinzufügen von vielen neuen Funktionen entschieden, um SharePoint stabiler und performanter zu machen. Das, was ich bislang im Preview bestaunen konnte, bestätigt diesen Ansatz. Ich bin gespannt, was ich in den nächsten Tagen noch alles entdecke und werde – zumindest bei größeren Überraschungen – berichten.

Über Thomas Roschinsky
Software Engineer | .NET | SharePoint | Dynamics CRM | BI | C# | C/C++

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